Die EU setzt bei der Einfuhr von gefrorenen Früchten strenge Qualitätsanforderungen, insbesondere was die Integrität der Früchte (Whole Berry Integrity) betrifft. Laut EU-Verordnung 2019/1381 müssen gefrorene Obstsorten wie schwarze Johannisbeeren mindestens 95 % intakt bleiben, um als „qualitätskonform“ eingestuft zu werden. Doch viele Exporteure scheitern an den feinen Details der Lieferkette – von der Ernte bis zur Kühlkette.
Im deutschen Lebensmittelhandel wird die „Ganzheitlichkeit“ einer Frucht oft unterschätzt – doch sie bestimmt direkt die Wertschöpfung. Eine Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigt: Produkte mit über 95 % intakten Beeren erreichen im Großhandel einen durchschnittlichen Preisvorteil von bis zu 18 % gegenüber verarbeiteten oder beschädigten Varianten. Das ist kein Zufall – es ist Compliance mit dem Markt.
| Schritt in der Lieferkette | Häufiger Fehler | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|---|
| Ernte & Sortierung | Einmalige Maschinenprüfung | Drei Runden manuelle Kontrolle + optische Inspektion |
| Tiefkühlprozess | Temperaturschwankungen > -12°C | Stabile -18°C-Kühlkammer mit Temperaturüberwachung |
| Verpackung | Kontamination durch Berührung | Vakuumverpackung mit Schutzgas (N₂) |
In einem Projekt mit einem deutschen Foodservice-Kunden konnten wir innerhalb von drei Monaten die Integritätsrate von 87 % auf 96,2 % steigern – durch eine Kombination aus:
Was viele nicht wissen: Die HACCP-Zertifizierung ist nicht nur ein Dokument – sie ist ein Mindset. Bei uns bedeutet sie, dass jeder Mitarbeiter im Lager weiß, warum jede Sekunde im Kühlraum zählt.
Wenn Sie Ihr Angebot für den europäischen Markt stärken möchten – besonders für B2B-Kunden in Deutschland, Österreich oder der Schweiz – dann beginnt das mit der kleinen, aber entscheidenden Sache: der ganzen Beere.